Med. vet. Doktorand*in

Universität Zürich · Zürich · 100% · 2026-10-29

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Stellenbeschreibung

Als grösste Universität der Schweiz bietet die Universität Zürich eine Vielzahl von attraktiven Positionen in verschiedenen Fachbereichen und Berufsfeldern. Mit rund 10'000 Mitarbeitenden und aktuell 12 Berufsprofilen für Lernende bietet die Universität ein inspirierendes Arbeitsumfeld in der Spitzenforschung und Bildung. Setzen Sie Ihr Talent und Ihre Fähigkeiten bei uns ein. Erfahren Sie mehr über die UZH als Arbeitgeberin!



Aufgaben
Wir bieten eine veterinärmedizinische Dissertation im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts an der Schnittstelle zwischen Vektorentomologie, Veterinärmedizin und Naturschutz an. Titel: Amphibiengewässer als potenzielle Brutstätten von Gnitzen.
Gnitzen (Culicoides) sind kleine, blutsaugende Insekten, die verschiedene Krankheitserreger übertragen können, darunter das Blauzungenvirus und Shamonda-like-Virus. Diese Viren können bei Nutztieren erhebliche gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden verursachen. Zum Schutz gefährdeter Amphibien werden in der Schweiz neue Weiher und Kleingewässer angelegt. Allerdings ist bisher wenig darüber bekannt, ob diese Gewässer gleichzeitig geeignete Brutstätten für Gnitzen darstellen und dadurch das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern auf Nutztiere erhöhen könnten.
Ziel des Projekts ist es, die Bedeutung von Amphibiengewässern als potenzielle Brutstätten von Gnitzen zu untersuchen und mögliche Zusammenhänge zwischen Amphibienschutz, Gnitzenvorkommen und dem Risiko vektorübertragener Tierseuchen zu erfassen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, mögliche Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Tiergesundheit besser zu verstehen und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Praxis zu entwickeln.

Spezifische Aufgaben:

  • Durchführung von Feldstudien auf landwirtschaftlichen Betrieben und an nahegelegenen Amphibiengewässern in der Schweiz.
  • Erfassung der Häufigkeit und Artenvielfalt von Gnitzen mithilfe von Fallen.
  • Entnahme von Bodenproben zur Untersuchung des Vorkommens von Culicoides-Larven mittels molekularbiologischer Methoden.
  • Erfassung der Amphibienartenvielfalt in und um die untersuchten Gewässer.
  • Untersuchung gesammelter Gnitzen auf relevante Krankheitserreger.
  • Auswertung der erhobenen Daten zur Beurteilung möglicher Zusammenhänge zwischen Gewässereigenschaften, Amphibienvielfalt und Gnitzenvorkommen.
  • Unterstützung bei Lehrveranstaltungen des Instituts für Parasitologie.
Die Arbeit beinhaltet regelmässige Probenahmen im Feld, die morphologische Identifikation von Gnitzen, molekularbiologische Laborarbeiten (z. B. PCR) sowie die statistische Auswertung der erhobenen Daten.

Wir bieten:
  • Ein engagiertes, interdisziplinäres Forschungsteam.
  • Abwechslungsreiche Feld- und Laborarbeit.
  • Ein gut ausgestattetes Labor und ein motivierendes Forschungsumfeld.
  • Eine enge wissenschaftliche Betreuung.
  • Praxisrelevantes Forschungsprojekt an der Schnittstelle zwischen Naturschutz und Tiergesundheit.


Profil

  • Abgeschlossenes Studium der Veterinärmedizin.
  • Interesse an Feldarbeit, mikroskopischen und molekularbiologischen Untersuchungen.
  • Selbstständige, sorgfältige und gut organisierte Arbeitsweise.
  • Freude an Teamarbeit und interdisziplinärer Zusammenarbeit.
  • Bereitschaft zur Mitarbeit in der Lehre.
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse.
  • Führerausweis der Kategorie B.
  • Erste Erfahrungen mit Feldarbeit, molekularbiologischen Methoden und statistischer Datenanalyse sind von Vorteil.



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